(10.03.2025)
Validiert mit: Clearswift SWG 6.0 / RHEL 9.4
Wer noch eine alte Windows-Domäne konfiguriert hat, die auf .local endet - das war vor "Cloud First" der in MS-Doku verwendete Standard und wurde erst 2013 durch die RFC6762 für mDNS reserviert (Apple hatte das schon länger) - steht eventuell vor dem Problem, daß Linux standardmäßig .local nicht über DNS auslöst.
Die üblichen Ratschläge sind hier:
- /etc/nsswitch.conf bearbeiten (das klappte bei Ubuntu)
- die Domäne der DNS-SearchList hinzufügen (das klappte bei pfSense)
In einem aktuell konfigurierten CS SWG auf RHEL 9.4 funktionierte das nicht - der Host hat sich stur geweigert, Anfragen für die .local-Domäne weiterzuleiten an die angegebenen DNS-Server.
Auf dem System läuft ein unbound, der dieses Verhalten implementiert und trotz Vorhandensein der Domain in der SearchList die Auflösung nicht durchführte.
Zur Lösung der Problematik kann unbound mitgeteilt werden, die betreffende Domain explizit über DNS-Server aufzulösen. Dies hat Priorität vor der standardmäßig implementierten mDNS-Weiche.
Zur Lösung wurde einfach unter
/etc/unbound/conf.d
die Datei
<xxxxxx>-local.conf
mit folgendem Inhalt angelegt:
forward-zone:
name: "xxxxxx.local"
forward-addr: <a>.<b>.<c>.<d> # eth0
forward-addr: <a>.<b>.<c>.<e> # eth0
und danach unbound neu gestartet.
Danach meckerte dig zwar noch, daß .local
reserviert sei, führte aber die Namensauflösung korrekt durch.